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Das wandernde Licht
Die Laterne ist seit jeher ein gebräuchliches Mittel, um sich auf nächtlichen Wanderschaften vor der Dunkelheit zu schützen. Sie ist in fast allen Kulturkreisen vertreten und in vielen Formen und Farben erhältlich. Eine simple Kombination von Licht, Papier, Glas oder Holz. Sei es zur Dekoration und Erzeugung einer gemütlichen Atmosphäre oder um sich in dunkleren Bereichen die Sicht zu ermöglichen. Ein heutzutage üblicher Brauch, bei dem die Laterne hauptsächlich Verwendung findet ist der Sankt-Martins-Umzug am 11. November. Hierbei wird dem Heiligen Martin von Tours gedacht, der seinen Mantel an einem kalten Wintertag mit einem Bettler teilte, um ihn vor dem Tod zu bewahren.

Geschichtlicher Hintergrund
Bereits im alten Rom wurden Lichtquellen, wie etwa Kerzen oder Ölfunzeln in kleine, aus Holz gefertigte Behälter gestellt, um Sie vor Witterung wie Regen oder Wind zu schützen. Später wurden die Gestelle aus Metall gefertigt und mit Außenwänden aus Glas verkleidet. Im fernen Osten ist die Verwendung als Lampion durchaus üblich. Eine röhrenförmige Konstruktion, die mit Papier bespannt wird, auf das verschiedene asiatische Schriftzeichen gedruckt sind. Aus diesem Kulturkreis stammt auch die Himmelslaterne oder Kong-Ming-Laterne. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein, mit Papier bespanntes Gebilde, das in seiner Funktionsweise einem Heißluftballon ähnelt. Die Konstruktion ist nach unten hin offen und kann so mit Hilfe der, im Innern befindlichen Lichtquelle Auftrieb entwickeln und in die Luft steigen. Diese Form der Laterne erfreut sich auch in Europa immer größer werdender Beliebtheit, wird aber im Gebrauch wegen der enormen Brandgefahr durch klare Gesetze geregelt. Auch Laternen aus dem orientalischen Raum sind sehr populär. Durch ihre perforierte Ornamentik an den Außenseiten erzeugt sie ein faszinierendes und romantisches Lichtspiel.

Feierlichkeiten
Die Laterne findet bei allerlei Festlichkeiten rund um den Globus Verwendung. Zum Beispiel begeht man im chinesischen Raum am 15.Tag des 1. Mondmonats im chinesischen Kalender das Yuanxiao-Fest. An diesem Feiertag dreht sich alles um die Laterne. Es finden riesige Ausstellungen statt, bei denen die selbstgebastelten Leuchtkörper zur Schau gestellt werden und die chinesischen Kinder veranstalten Laternenumzüge. In Deutschland geläufigere Laternenfeste sind unter anderem das Hallesche Laternenfest. Wie der Name schon sagt findet es in Halle an der Saale statt und ist eines der populärsten mitteldeutschen Volksfeste. Jedes Jahr am letzten Augustwochenende ereignet sich hier eine riesige Veranstaltung mit den unterschiedlichsten Programmen. Ebenfalls gegen Ende August wird das Laternenfest in Bad Homburg im Taunus gefeiert. Ursprünglich eine Initiative der Bad Homburger Gaststättenvereinigung hat es sich zu einem der facettenreichsten und größten Feste im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Allein über 200.000 Menschen wohnen jährlich dem Laternenumzug bei. Das beliebteste und meist verbreitete Laternenfest im deutschsprachigen Raum ist und bleibt das oben genannte Martinsfest am 11. November. Bei den, auch in Österreich und der Schweiz, stattfindenden Laternenumzügen werden die Wanderer von einem, als Heiliger Martin verkleideten Mann auf einem weißen Pferd begleitet.

 
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